Senioren im Straßenverkehr - Senioren in der MPU Hannover

 

Auch ältere Menschen (Senioren) erhalten Aufforderungen zur MPU. Gründe liegen z.B. im Bereich Alkoholkonsum & Teilnahme am Straßenverkehr, auffällige und unangepasste Fahrweise sowie Punkte in Flensburg und/oder anderes. Für ältere Personen sind insbesondere die Leistungstests in einer MPU schwer zu bestehen. Aber auch die richtige Einstellung zum psychologischen MPU-Gespräch ist von großer Bedeutung.

Die Arbeitsgruppe des Verkehrsgerichtstages 2017 in Goslar schreibt zum Thema "Senioren im Straßenverkehr": "Es gibt Hinweise darauf, dass ältere Menschen als Kraftfahrer ein zunehmendes Risiko für die Sicherheit im Straßenverkehr darstellen. Politik und Forschung sind aufgefordert, zeitnah die notwendige Datengrundlage hinsichtlich der Risikoabschätzung zu schaffen."

Von der Arbeitsgruppe des Verkehrsgerichtstages wird auch vorgeschlagen, eine so genannte qualifizierte Rückmeldefahrt durchzuführen. Das Ergebnis der Rückmeldefahrt wird ausschließlich dem Fahrer (dem Senior) und nicht den Behörden mitgeteilt.

Für die Zukunft empfiehlt die Arbeitsgruppe von Experten: "Falls sich herausstellt, dass solche Instrumente auf freiwilliger Basis nur unzureichend in Anspruch genommen werden, ist die Teilnahme obligatorisch zu machen." Das bedeutet konkret, sind Senioren nicht zu freiwilligen Kontrollen bereit, sollte man Fahrtests in der Zukunft zur Verpflichtung machen.

Zudem empfiehlt die Arbeitsgruppe des Verkehrsgerichtstages 2017: "Die anlassbezogene Fahreignungsüberprüfung muss insbesondere zur Vermeidung von Mehrfachbegutachtungen älterer Kraftfahrer verbessert werden."

Sie möchte eine Verankerung der psycho-physischen Leistungsüberprüfung (Interview, Leistungstest, Fahrverhaltensbeobachtung) als eigenständiges Instrument in der Fahrerlaubnis-Verordnung und eine erhöhte Sensibilisierung der Ermittlungsbehörden für Fahreignungsmängel bei Senioren.

Auch eine Meldepflichten für Ärzte hinsichtlich der Fahreignung ihrer älteren Patienten ist in der Diskussion.

Darüberhinaus sind ältere Kraftfahrer aufgerufen, eigenverantwortlich zu prüfen, ob Fahrmängel vorliegen und wie diese ggf. gemindert werden können. Dabei hilft z.B. der freiwillige Mobilitäts-Check für Senioren. In diesem Mobilitäts-Check werden mögliche schleichende Verschlechterungen der Fahrfähigkeit unter die Lupe genommen.

In den anerkannten Begutachtungsstellen zur Fahreignung (MPU-Stellen) beraten Verkehrsmediziner und Verkehrspsychologen zu Fragen der individuellen Fahrfähigkeit, allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit und zum persönlichen Gesundheitszustand:

Über eine verkehrsmedizinische Untersuchung bekommen Sie Klarheit dazu, wo Sie körperlich stehen und über welche Leistungsfähigkeit Sie verfügen.
Eine Fahrverhaltensbeobachtung sowie verkehrspsychologische Tests geben Hinweise auf das Fahrverhalten im Alltag (gewöhnliche / besondere Verkehrssituationen) und die kognitiven Fähigkeiten.

Tipp: Nutzen Sie als älterer Kraftfahrer freiwillige Mobilitäts-Checks um Ihre Fahrfähigkeit routinemäßig zu untersuchen.

Wenn Sie als Senior oder älterer Kraftfahrer zur MPU müssen, beraten wir Sie umfassend über die richtige Einstellung in der MPU (psychologisches Gespräch), zu Leistungstests und ggf. zur Fahrverhaltensbeobachtung (vgl. zur Fahrprüfung).

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